Unsere Autoren im Einsatz auf der Leipziger Buchmesse 2011

18.03.2011, 11:00-12:00 Uhr, Leseinsel der Jungen Verlage, Halle 5, Stand C200)
Performance Poetry mit Armin Sengbusch (Schriftstehler), Michael Jakob, Björn Högsdal und Wolf Hogekamp

Vier Größen des deutschsprachigen Poetry Slams werden mit ihren Performances einen Hauch des Events Poetry Slam auf die Bühne bringen. Der „Schriftstehler“ Armin Sengbusch regt mit seinen feinsinnigen, emotionalen und manchmal auch abstrakten Texten, die er durchweg auswendig und gestenreich vorträgt, auf unterhaltsame Weise zum Nachdenken an. Michael Jakob hingegen trägt Texte vor, die auf humorvolle Art und Weise die Politik und das Leben an sich erklären. Björn Högsdal packt den Leser am Schopf und drückt ihn quasi direkt mit dem Gesicht in die Absurditäten des menschlichen Daseins. Sein schwarzer und gleichermaßen nordischer Humor schafft es mit Wortgewalt, die Lachmuskeln zuverlässig zu kitzeln und jedem Zuschauer zumindest ein Schmunzeln zu entlocken. Mit Wolf Hogekamp betritt ein Pionier der deutschsprachigen Slam-Kultur die Bühne. Er formuliert mit Berliner Schnauze gerade heraus, was es zu sagen gibt und klärt mit seiner teilweise skurrilen und dabei unverfälschten Art elementare Fragen des Alltags.

 

19.03.2011, 10:30-11:00 Uhr, Leseinsel der Jungen Verlage, Halle 5, Stand C200
Performance Poetry mit Anke Fuchs und Christian Ritter

Anke Fuchs, die Grande Dame des Poetry Slams, lebt und schreibt seit 1992 in Köln. Ihre heiteren bis melancholischen Texte bestechen stets durch wortakrobatisch verfeinerten Inhalt und bescheren dem Publikum immer wieder Aha-Erlebnisse. Die von ihr behandelten Themen sind mal konsumkritisch, mal witzig, dann wieder sehr nachdenklich und machen mitunter auch betroffen. Eins haben sie jedoch alle gemeinsam: am Ende für tosenden Applaus zu sorgen. Mit ihr auf der Bühne steht der amtierende Bayernmeister im Poetry Slam: Christian Ritter aus Bamberg. In der Hauptsache schreibt und liest er sarkastische Kurzgeschichten, die sich vor allem mit der aktuellen Populärkultur sowie deren Risiken und Nebenwirkungen befassen. Er zeichnet sich durch seine direkte Art, ein unermessliches Repertoire an Selbstbewusstsein und eine gewisse sympathische Arroganz aus, die ihm den Ruf des „sympathischen Arschlochs“ eingebracht hat.

 

19.03.2011, 10:30-11:00 Uhr, Leseinsel der Jungen Verlage, Halle 5, Stand C200)
Performance Poetry mit dem deutschen Meister im Poetry Slam: Patrick Salmen

Patrick Salmen aus Wuppertal ist der amtierende deutschsprachige Meister im Poetry Slam. Vor der gigantischen Kulisse von 2.000 Zuschauern rockte er im November 2010 das Finale. Die Anwesenden in der vollbesetzten Bochumer Jahrhunderthalle feierten seine Siegertexte begeistert. Und das aus gutem Grund: Patrick Salmen ist eine der großartigsten literarischen Entdeckungen des Jahres 2010. Und das bezieht sich nicht nur auf seine dynamischen, wortgewaltigen Slam-Texte. Schließlich zählen auch Salmens leise Prosa und vor allem seine sensiblen Gedichte zu den besten Tönen, die man in der aktuellen deutschsprachigen Gegenwartsliteratur vernehmen darf.

 

19.03.1011, 14:00 – 15:00 Uhr, Forum Kinder-Jugend-Bildung
Poetry Slam im Deutschunterricht – kreatives und lustvolles Schreiben in der Sekundar- und Oberstufe (Alexander Willrich)

Im Vortrag führt der Autor kurz in die Eckpunkte des Konzepts Poetry Slam an Schulen ein.

Poetry Slam gehört derzeit zu den erfolgreichsten Literaturformaten, die Deutschland zu bieten hat. Wenn man einen Blick in das Publikum wirft, kann man den Eindruck von einer literaturfernen Jugend nicht bestätigen, doch was macht den Reiz eines Poetry Slams aus? Warum zwängen sich bis zu 600 Gäste in einen Raum, um Kurzgeschichten und Gedichten zu lauschen?  In seinem Buch „Poetry Slam für Deutschland“ (Lektora, Paderborn, 2010) beschäftigt sich Alexander Willrich mit dem Phänomen dieser Bühnenliteratur. In seinem Vortrag wird der Autor einen kurzen Abriss über die Wurzeln dieser Bewegung und die aktuellen Entwicklungen im deutschsprachigen Raum geben. Der Vortrag wird außerdem darauf eingehen, was so viele junge Menschen an Poetry-Slam-Texten fasziniert und was daran interessanter ist als an ‚herkömmlicher‘ Literatur.

Die aktiven Slam Poeten und ihre Vorträge sprechen Schüler und Schülerinnen in vielerlei Hinsicht an. Die Präsentation soll unter anderem Antworten auf die Fragen geben, warum es deshalb sinnvoll ist, sich im Deutschunterricht mit Poetry Slam zu beschäftigen, welche Chancen dieses Thema bietet und weshalb es schreib- und lesedidaktisch den aktuellen Erkenntnissen gerecht wird. Warum es deshalb sinnvoll ist, sich im Deutschunterricht mit Poetry Slam zu beschäftigen, welche Chancen dieses Thema bietet und weshalb es schreib- und lesedidaktisch den aktuellen Erkenntnissen gerecht wird, soll auch Teil der Präsentation sein.

Über den Autor

Alexander Willrich wurde 1985 in Görlitz geboren, studierte Lehramt für Sonderschulen in den Fächern Deutsch und Sport an der Pädagogischen Hochschule Ludwigsburg. Seit 2008 ist er aktiver Teil der Slam-Szene und seither auf Bühnen in Deutschland, Österreich und der Schweiz unterwegs. Im Jahr 2009 nahm er erstmals an der deutschsprachigen Poetry Slam Meisterschaften (GIPS) teil. Gemeinsam mit dem Slam Poeten Hanz ist Alexander Willrich Teil des Slam-Poetry-Teams Hanz N‘ Roses. Zusätzlich moderiert er den Ludwigsburger Poetry Slam und leitet Workshops zu diesem Thema an Universitäten, Schulen sowie an außerschulischen Einrichtungen. 2010 verfasste er seine Abschlussarbeit (1. Staatsexamen) zu der Entwicklung des Poetry Slams in Deutschland und dem produktiven Einsatz von Performance Poetry an Schulen.

www.awillrich.de