Karsten Hohage

Karsten Hohage wurde 1968 in Bonn geboren. Während seiner Jugend in Darmstadt entstand sein Künstlername „Grohacke“. Hohage studierte in Freiburg und Kanada Geologie, schrieb anschließend jedoch über Computerspiele. Seit 2003 ist er aktiv als Poetry-Slammer unterwegs. Sein Repertoire ist vielseitig und beinhaltet komische Prosa, aggro-absurde skurrile Texte und sogar, wenn auch etwas seltener, leise Gedichte. Karsten Hohage arbeitet und lebt mit Frau und Kind in Weinheim bei Heidelberg.

Pressestimmen

„Von Slampoetry und der dazugehörigen Szene haben wir [die traditionelle, allgemeine Presse Deutschlands] lange lange nichts gehört und auch nichts hören wollen. […] Feuilletons und Slam, das schien nicht zu passen, glaubten meine Kollegen wohl. Der erste Slam, in den ich geriet, war einer mit Grohacke in Berlin. […] Grohacke ist aus mehreren Gründen bemerkenswert. Er ist schnell, gedankenkühn, hart und, wie ich inzwischen auch einmal feststellen durfte, außerordentlich trinkfest. […] Er gehört zu der kleinen Gruppe von Slampoeten, die auch mal ernst wird. […] Es gibt ein paar, und Grohacke könnte unter denen der Beste sein, da ist es auch mal totenstill im Publikum, weil man zu schlucken hat an dem, was man da gerade hört.“
Thomas Lindemann, Kulturjournalist, Autor und Feuilletonredakteur der „WELT“ im Vorwort zu „GRObgeHACKtEs“

„… konzentriertes Lauschen ist angesagt und Mitdenken bei anspruchsvollen Texten zwischen politisch und urkomisch, von sozialkritisch bis absurd.“
Rhein-Neckar-Zeitung über Grohacke live

„Poetry-Slam-Texte zwischen zwei Buchdeckel zu pressen muss ungefähr so schwierig sein, wie wenn ein Königspudel und ein Kamel versuchen, gemeinsam Nachwuchs zu bekommen. Nichtsdestotrotz: Karsten Hohage, der seinen Künstlernamen „Grohacke“ aus einem Leben vor dem Poetry Slam mitbringt, hat mit seinem Debüt „GRObgeHACKtEs“ das Unmögliche möglich gemacht. Verstecken müssen sich die Texte hinter den Live-Auftritten des 42-Jährigen, der 2003 als erster Poetry-Slam-Außenminister Heidelbergs in die große, weite Slam-Welt hinausging, nicht. Messerscharf und gedankenkühn, unverschämt frech und zuweilen auch frivol ist der Blick des mittlerweile in Weinheim lebenden Slampoeten auf eine Welt der iPhones, X-Ray Scanner und MP3 Player und auf Aviophobie. Immer sind seine Protagonisten Randfiguren, ein bisschen ver-rückt ohne verrückt zu sein. Sie sind 2,50 Meter groß und müssen sich „eigenhändig ganze Kühe gerben, um einen passenden Schuh zu erhalten“. Sie leben in WG-ähnlichem Verhältnis mit ihrem Ficus „Benne“ oder unterhalten sich beim Staubsaugen mit russischen Literaten und Bibelfiguren. Man darf über sie lachen, gewiss, manchmal bleibt einem das Lachen aber auch im Hals stecken. Denn unverhofft können diese komisch-skurrilen Texte ernst werden. Können Frauen nicht nur nervig, sondern richtig gefährlich werden („Ich sag‘ doch, ich hab‘ die Kinder gefressen.“) Können sogar Kinderlieder, die mit „Fitze, Fitze, Fatze“ ungefähr den Erwartungshorizont eines „Ringel, Ringel, Reihe“ aufbauen, bitter enden („Im Knast rasier‘n sie Dir ‚ne Glatze“). Wenn Grohacke zur Keule greift, sitzt jeder Schlag. Verdammt gut.“
Elke Barker www.meier-online.de

Das sagen andere

„Was für ein Künstler! Jedes Wort hat eine bestimmte Bedeutung, die Grohacke gewollt hat. Einfach genial, wie er mit der deutschen Sprache umgeht ist einfach nur gut …“
Kommentar eines Nutzers zu „Grohacke a.k.a. Karsten Hohage – Krieg“ auf www.youtube.com