Sebastian 23

Copyright, Christoph Neumann, www.christoph-neumann.comSebastian 23 wurde geboren. Aber das ist noch nicht alles – wie der gloriose Zufall wollte, wurde er genau an seinem Geburtstag geboren. Unter dem schweren Himmel des nördlichen Niederrheins wurde er von Wölfen großgezogen, die ihn früh lehrten, Schopenhauer höher zu schätzen als Hegel und Heine höher als Hesse. Der Weg zu einem Dichter war damals schon vorgezeichnet, auch wenn man es dem aggressiven Dreijährigen mit den blutigen Lammresten im Mundwinkel noch nicht anmerkte. Heute lebt Sebastian 23 in seiner Freizeit. Er verdient sein Geld als freischaffender Buchstabenaneinanderreiher in Bochum. Andere sagen, er verdient es nicht. Die sollen doch Hegel lesen, die Narren!

Sebastian 23 ist Kabarettist, Liedermacher und einer der bekanntesten Poetry Slammer Deutschlands. Seit 2003 hat er sich dieser Form der live vorgetragenen Literatur verschrieben, ist damit im gesamten deutschsprachigen Gebiet aufgetreten und hat neben den Deutschsprachigen Meisterschaften im Poetry Slam 2008 zahlreiche Preise gewonnen und Auszeichnungen erhalten. Seit dem Frühjahr 2011 ist Sebastian 23 mit seinem zweiten Solo-Programm „Dem Schicksal ein Schnittchen schmieren“ auf Tour.

Außerdem hat er eine ganze Reihe von (Hör-)Büchern veröffentlicht: „Ein Kopf verpflichtet uns zu nichts“ (2008), „Ein Lied und elf Lieder“ (2009), „Schwerkraft und Leichtsinn“ (2011), „Gude Laune hier!“ (2011), „Das Schiff auf dem Berg“ (2013), „Purer Unfug“ (2013), „Dem Schicksal ein Schnittchen schmieren“ (2013), „Slam Elektro“ (2013), „Theorie und Taxis“ (2014) und „Popcorn im Kopfkino“ (2015).

Pressestimmen

„Ein Poetry Comedian. So könnte man ihn bezeichnen. Die Rede ist von Sebastian Rabsahl. Ob er sich selbst so nennt, sei dahingestellt. Er ist kein richtiger Comedian, kein Humorist, kein Kabarettist. Auf der Bühne gibt er keine Kunstfigur oder erfüllt Klischees, er ist einfach nur er selbst. Er gibt Gedichte, Texte und Lieder zum Besten. Sebastian Rabsahl gehört zu DEN Größen der deutschen Poetry-Slam-Szene.“
www.tv-kult.de

„Philosophie-Absolvent Sebastian Rabsahl ist der neue Star des Poetry Slam. Markenzeichen: Mütze, hochgezogene Augenbraue – und ein wacher Geist. Ist es Segen oder Fluch, ein junger, besonders sprachbegabter Künstler zu sein? Ein Segen natürlich – insbesondere wenn man wie Sebastian Rabsahl durch das abendliche Lübeck schlendert und plötzlich aus der Dunkelheit eine hübsche 18-Jährige auftaucht, die um ein Autogramm bittet. […] Der Künstler weiß natürlich, dass bei einem wie ihm all diese Äußerlichkeiten überhaupt nichts bedeuten, und kokettiert fleißig mit jenem Körperteil, das verborgen hinter der Stirn und in seinem Fall allemal frisch durchblutet seinen Dienst tut. „Ein Kopf verpflichtet uns zu nichts“, behauptet Sebastian 23 zwar auf dem Titel seiner Textsammlung und führt auf dem Cover ein Gehirn an einem Faden wie einen Luftballon spazieren. Doch Rabsahl ist ein Musterbeispiel dafür, welche Entwicklungsmöglichkeiten sich bieten, wenn einen die Frauen auf dem Schulhof weitgehend mit Missachtung strafen. […] Er ist ironisch, aber nicht so bösartig wie manche Rabauken der MTV-Generation. Er hat gelegentlich einen Hang zu Poesie und Nachdenklichkeit, aber bitte, immerhin nervt er nicht mit depressivem Gefasel. Und Sebastian 23 dichtet mitunter Verse, als wäre er Absolvent der noch zu gründenden Heinz-Erhardt-Akademie: „Im tiefen, klaren Ozean / schwimmt ein gestörter Pavian / Er leugnet dreist sein Affentum / und sucht nun bei den Fischen Ruhm!“
Frank Thadeusz, UniSpiegel 2/2009 vom 20. April 2009

„Sebastian23, der in Duisburg geborene und vormals besonders in Bochum aktive Poetry-Slammer, ist mittlerweile zu einer Art Godfather der ganzen Szene mutiert. So steht er nicht mehr auf den Bühnen kleiner verrauchter Kneipen (manchmal aber schon), sondern begleitet im November dem SLAM.2010 und wird mit Preisen überhäuft.“
Philip Stratmann, www.2010lab.tv

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