Wolf Hogekamp

Wolf Hogekamp ist der Urvater der deutschen Poetry-Slam-Szene, veranstaltet seit 1994 regelmäßig Poetry Slams in Berlin und tritt seither als Poet auf. Heute lebt er als Autor und Dozent in Berlin-Kreuzberg. Seit 2001 ist er bei über 500 Poetry-Slams aufgetreten und hat Lesungen auf allen wichtigen deutschsprachigen Bühnen abgehalten. Außerdem sind von ihm bereits zahlreiche Veröffentlichungen in Anthologien und Zeitschriften erschienen. Bereits seit mehr als zehn Jahren beschäftigt sich Hogekamp mit der innovativen Umsetzung von Bühnenliteratur im Video-Clip-Format, den sogenannten „Poetry Clips“. Wolf Hogekamp ist Mitglied der Literatengruppe „Agrar-Berlin“ und der Begründer der Berliner Lesebühne „Berliner Wald“. Zusammen mit Sebastian 23 und Lars Ruppel war Wolf Hogekamp im Sommer 2010 auf Einladung des Goethe-Instituts auf Tournee in den USA.

Poetry Clips von Wolf Hogekamp

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Das sagen andere

„Hogekamp und sein Pony: Viele wissen nicht, dass man Wolf Hogekamp in Berlin ‚Wendemonster‘ nennt. Das ist nicht ehrenrührig gemeint, im Gegenteil. Es kommt daher, dass Hogekamp im Schicksalsjahr 1989 nach einem gewonnenen Tequila-Wetttrinken im mäßig beleumundeten Kreuzberg beschloss, mit dem Auto nach Hause zu fahren. Er stieg also gegen 3:30 Uhr morgens in seinen Passat, umkurvte gekonnt ein paar Laternen und bretterte dann ungebremst in die Berliner Mauer. Dass nun dort ein Loch klaffte und die ersten verspielten Ostberliner in ihren Nüstern den Cola-schwangeren Duft der Freiheit vernahmen, war nur logisch. Nur Tage später fiel die Mauer endgültig. Leider kennen nur wenige diesen Zusammenhang, denn die Geschichtsbücher behaupten bis heute aus politischen Gründen, es sei David Hasselhoff gewesen, der die Wende herbeigeführt hat. Nichts da, das wissen wir besser. Es war das Wendemonster Hogekamp. Dieser Spirit, dieses Einreißen von Mauern, dieses Laternen-Umkurvende, der Rhythmus der Geschichte, die Lyrik der Lücke und vor allem der Drang zum Shetland-Pony – das alles findet man bis heute in den Texten von Hogekamp wieder!“
Sebastian 23

„Wird immer wieder Urgestein des Slams genannt und das stimmt wohl. In seinen Texten klingt der Punk der Berliner 80er genauso nach wie die Affinität zur Clubszene: rhythmische und pointierte Gedichte über Beton in Chemnitz, DJs im Club, Heroin in der Kriegsnacht, Ponys auf dem Asphalt, Drogen an der Supermarktkasse – nie ohne etwas allgemeine Verunsicherung.“
Lino Ziegel