Annika Blanke
„Neulich war gestern noch heute“

 

Ich habe Angst, dass wir vor lauter Möglichkeiten die kleinen Dinge übersehen! Ich habe Angst, dass es bald nur noch Geposte und Gepose gibt statt Post! Ich habe Angst, dass man in 20 Jahren schon bei zehn Büchern von einer Präsenzbibliothek spricht! Ich habe Angst, dass zukünftige Generationen nicht mehr heimlich mit der Taschenlampe unter der Bettdecke lesen, sondern die Nachbarn auch zwei Häuserblocks weiter dank LED-Beleuchtung noch merken, wenn der fünfzehnjährige Jonathan die interessanten Artikel im Playboy liest!

 

Annika Blankes Werk handelt von kleinen Menschen, die große Päckchen zu tragen haben und oft übersehen werden: Bankangestellte, die Milch klauen, Kinder, die geschlagen werden, und Schulfreunde, die den Tod nicht verwinden können. Es ist persönlich und beschäftigt sich mit dem Grauen im Alltäglichen.
„Neulich war gestern noch heute“ soll jedoch nicht schockieren. Es zeigt auf liebevolle Weise tiefgehende Schwächen, die nicht einmal mit den Liebsten geteilt werden können. Gleichzeitig schreibt Blanke auch über komische Momente im Leben und bringt mit kurzen Anekdoten nicht nur Leichtigkeit, sondern auch Abwechslung in ihr Buch.

Diese Textsammlung besteht aus Wendungen und Aha-Momenten. Mal tieftraurig und bewegend, dann charmant komisch oder gepfeffert gesellschaftskritisch. Die Leser erwartet ein cleveres Buch, mit tiefen Botschaften. Blanke ruft dazu auf, zwischen den Zeilen zu lesen und Menschen als die Wesen zu erkennen, die sie sind. Die Würde des Menschen mag unverwundbar sein, doch sie selbst sind es nicht. Blankes Buch zeigt dies und muss deshalb gelesen werden.

 

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