Von sprechenden Pflanzen und schreibenden Poeten

 

Nach ihrer Rolle in Annika Blankes Roman „Born: Toulouse“ ist Esmeralda Kaktee Blitzlichtgewitter, Paparazzi und kreischende Fans gewöhnt. Umso schöner deshalb, dass sie sich ein paar Minuten Zeit abseits des Rampenlichts nahm, um uns für dieses exklusive Interview Rede und Antwort zu stehen!

Lektora: Esmeralda, vielen Dank, dass Sie sich für dieses Interview zur Verfügung stellen.

Esmeralda: Danke, dass Sie mich als Interviewpartner ausgesucht haben!

L: Naja, ausgesucht haben wir Sie ja eigentlich nicht. Um ehrlich zu sein waren wir etwas verwirrt, als Sie sich bei uns gemeldet haben …

E: Wieso?

L: Nun, Sie sind eine Kaktee.

E: Und?

L: Wie soll ich sagen … Pflanzen sprechen normalerweise nicht.

E: Dies ist mir durchaus bewusst. Aber da müssen Sie Frau Blanke fragen, die hat sich das schließlich ausgedacht! Vollkommen bescheuert, wenn Sie mich fragen.

L: Aber immerhin hat diese Frau Blanke Ihnen ja zu einer Rolle in ihrem Debutoman „Born: Toulouse“ verholfen.

E: Eine schöne Rolle ist das! Noch nicht mal eine Hauptrolle, eine schnöde Nebenrolle darf ich spielen! Immer nur mit den Schultern zucken darf ich, dann vielleicht nochmal ein paar vorwurfsvolle Blicke von der Fensterbank aus verteilen, und einmal darf ich mit einem leeren Weinglas anstoßen, weil ich ja – Zitat – „nur zu besonderen Anlässen“ Alkohol trinken darf!

L: Also wir finden, dass Sie als Sidekick von Thilo Willing eine sehr gute Figur abgeben! Und im Roman nehmen Sie ja auch eine durchaus bedeutende Rolle ein.

E: Na dann, wenn Sie so sagen … Ich muss gestehen, ich habe mich ja auch intensiv auf die Rolle vorbereitet. Sonst stehe ich ja nur auf Annikas Fensterbank herum. Aber für die Rolle im Roman hat Sie mich direkt an ihren Schreibtisch gestellt, damit ich mitbekomme, wie sie so arbeitet.

L: Interessant! Sie waren also direkt beim Schreibprozess dabei. Wie finden Sie denn den Roman?

E: Die Idee mag ich sehr! Allein die Charaktere: Thilo, der Möchtegernschriftsteller, Siebzig, der Plattenverrückte,  Lena, die Undurchschaubare, und dann auch noch das Grundthema: „Kann man nur dann völlig ehrlich zu jemandem sein, wenn man ihn nicht kennt?“ Ein Roman für alle, die selbst gerne schreiben, die den Geruch von gelesenen Büchern noch zu schätzen wissen und für Menschen, die gerne zwischen den Zeilen lesen. Fast 200 Seiten geballter literarischer Hochgenuss!

L: Das klingt jetzt aber irgendwie zu gut …

E: Finden Sie?! (nervös) Ich weiß gar nicht, wovon Sie reden …

L: Ja, Sie wirken sehr bemüht. Hat Frau Blanke Sie etwa gezwungen, Werbung zu machen?!

E: Hm … (Pause) … Also, ich weiß nicht, ob ich das sagen darf, aber … (flüsternd) … sie hat gesagt, sonst werde ich nicht mehr gegossen …

L: Oh.

E (schluchzend): … und Wein gibt’s dann nicht mal mehr zu besonderen Anlässen!

L: Also das tut uns sehr lei-

E: Und von der Fensterbank darf ich dann auch nicht mehr runter! Annika fährt durch die Republik von Slam zu Slam und ich darf in Oldenburg versauern!

L: Oh-kay … Haben Sie noch ein Abschlusswort für unsere Leser?

E: Selbstverständlich! (gefasst) Kaufen Sie dieses Buch! Annika Blanke ist toll!

L: Wir danken für das Gespräch!

 

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