Einmal im privaten Fundus der Synapsen eines Superschurken stöbern?

Kein Problem! David Grashoffs Werk Sackaffen hat schon dezidierte Einblicke geboten in die Gedankenwelt eines Sith Lords, den man sonst nur als DEIN VATER kennt.

Jetzt sind weitere Tagebucheinträge aufgefunden worden (man munkelt bei einem See auf Naboo?), die wir hier ganz exklusiv veröffentlichen.

 

Die geheimen Darth Vader Tagebücher – Teil 2

Das Imperium schreibt zurück

 

© Volker Konrad

© Volker Konrad

04. Mai

Bin gestern Nacht schweißgebadet aufgewacht.

Hatte wieder diesen Traum, wie ich Obi-Wan getötet habe.

Na ja, so richtig getötet habe ich ihn ja nicht.

Er hat sich einfach in Luft aufgelöst.

Das ist in etwa so befriedigend, wie wenn man sich kurz vor dem Höhepunkt einen Bleistift in seinen kleinen Lord Vader rammt.

Mann, Mann, Mann, Obi-Wan.

Noch nicht mal wie ein echter Kerl sterben konntest du.

So ein Warmduscher!

 

10. Mai

Wir hatten heute eine Versammlung der Sith Lords. Darth Kevin-heute-raus-zum-Spielen hat mich die ganze Zeit ignoriert, als hätte ich ihm irgendwas getan. Er hat ständig hinter meinem Rücken mit Darth Vadder Abraham getuschelt.

Später am Abend habe ich dann beim Flirten mit der Sith Lady Darth Bitch erfahren, dass die beiden wegen meiner Wahl ihrer Sith-Namen angepisst sind. Werde mich beim Imperator für eine Namensänderung einsetzen.

Ich finde am besten zu den beiden passt: Darth Pussy und Darth Mimimimimi.

 

15. Mai

Wir haben heute einen komischen Kerl mit spitzen Ohren gefangen genommen, der seine Finger auf abartige Weise gespreizt und mich mit den Worten „Lebe lang und in Frieden“ begrüßt hat. Beides trifft für ihn nicht mehr zu.

Seine Ohren hängen jetzt am Rückspiegel meines Tie-Fighters.

 

17. Mai

Notiz an mich: Bei nächster Gelegenheit einen Anzug mit Hosenschlitz bestellen. Es kann nicht sein, dass der zukünftige Herrscher des Universums Windeln tragen muss.

 

12. Juni

War gerade beim Arzt und wie es aussieht, leide ich seit der Zerstörung des Todessterns an einem Burn-Out-Syndrom.

Der Doc hat mir erst mal ein paar Tage Urlaub verordnet.

Ich soll mich irgendwo ans Meer legen, ein paar Bücher mitnehmen und ein bisschen die Seele baumeln lassen.

 

13. Juni

Habe mich heute in einem Reisebüro beraten lassen und mich dafür entschieden, zwei Wochen auf dem Sumpfplaneten Dagobah zu buchen. Das Klima sei gut für meine Atemprobleme.

Außerdem mag ich Sümpfe, seit ich als Kind die Unendliche Geschichte gesehen habe und ich so lachen musste, als das Pferd dieses unausstehlichen Pseudo-Indianers ersoffen ist.

 

14. Juni

Ich packe mein Köfferchen und nehme mit:

Mein Asthmaspray.

Diktatoren-Quartett.

Die Taschenbuchausgabe des Necronomicon.

Mein Slayer-Schnuffeltuch.

Und natürlich meine Ewok-Pantoffeln.

Die Sonnenschutzcreme lasse ich zu Hause.

 

16. Juni

Dagobah ist wirklich ein stinkendes Drecksloch. Was hat mich bloß geritten, hier Urlaub machen zu wollen. Wenn ich zurückkomme, muss ich die Tussi aus dem Reisebüro erst einmal mit meinem Macht-Würgegriff bekannt machen.

 

17. Juni

Brauche dringend Luftlöcher in meinem Anzug. Schwitz‘ wie ’ne Sau. Aber Lord Vader benutzt kein Deo. Trage deshalb jetzt überall am Anzug Duftbäume. Aber nur die Schwarzen.

 

18. Juni

Ich sehe tote Menschen.

Es sind die anderen Gäste des Hotels und das Personal.

Ich wollte endlich meine Ruhe haben.

Fühle mich auch schon wesentlich besser.

Was so ein Kurzurlaub-Blutbad-inklusive bewirken kann.

 

20. Juni

Bin zurück aus Dagobah und bin wie ausgewechselt.

Es wird Zeit für große Pläne.

Habe mir bei Ebay schon die Teile für einen neuen Todesstern bestellt.

Diesmal macht mir den keiner kaputt.

 

Lesen von Darth Vader mehr du willst?

Dann im Shop komm‘ vorbei, junger Padawan!

Sackaffen (Grashoff)