Insa Kohler
„Leben auf Spaßflamme“

 

Wir leben in den Tag hinein, ziehen in die Nacht hinaus und drücken uns. Gegenseitig. Und ein bisschen auch vor der Verantwortung. Wir haben nie genug Geld, aber meistens Zeit. Wir fahren schwarz Bus und blau Fahrrad. Das Einzige, was uns aus der Bahn wirft, ist der Schaffner. Wir sind unbeschwert. Wie ein Stapel Papier im Wind. Leeres Papier, aus dem man so viel machen könnte. Zum Beispiel Schiffchen falten und durch die Welt segeln.

 

Mit diesen Worten begrüßt uns Insa Kohler in ihrer Welt. In ihrer Textsammlung „Leben auf Spaßflamme“ berichtet sie allerdings nicht nur von Wahnwitzigkeiten bei der Mitbewohnersuche, sondern auch vom Leben und Wachsen in Berlin. Das mit dem Erwachsenwerden ist allerdings noch so eine Sache. Kohler beschreibt die Zukunftsängste dieser Generation und zeigt, wie schön es ist, dem Ernst des Lebens noch ein Semester davonzulaufen.
Doch geht es in ihrem Buch nicht um Flucht, sondern darum, zu akzeptieren, dass einen das Leben irgendwann einholt und man trotzdem noch ins Bällebad springen und jauchzend schaukeln darf. Auch mit 80 darf und soll man noch wild sein. Insa Kohler beschreibt einen Weg, der zwar im Alltag verwurzelt, aber fernab von allem Durchschnittlichen ist. Ihre Berliner Anekdoten erzählt sie dabei mit viel Humor und lässt uns über die Skurrilität unserer Welt schmunzeln.

 

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