Die Sonnenseite des Schneemanns

Sebastian 23

 

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Nach seinem Spiegel-Bestseller „Hinfallen ist wie Anlehnen, nur später“ legt Poetry Slammer Sebastian 23 mit seinem Romandebut „Die Sonnenseite des Schneemanns“ nun eine moderne Liebesgeschichte vor, einfühlsam und dabei wie immer gewohnt skurril-humorvoll erzählt:
Zwei Partygirls entdecken in der U-Bahn den König aller Spießer, wetten, ob sie es schaffen, ihn aus dem Nadelstreifenanzug zu kriegen – und in einen Diskodress. Doch Ian Günter möchte viel lieber seine Möbel mit dem Geodreieck ausrichten und den Spatzen dabei zuschauen, wie sie sich vor Langeweile von der Regenrinne fallen lassen.
Es sind mindestens ein Einbruch, ein nackter Dudelsackspieler, eine Dusche in Lackfarbe, ein Hund in Polizeiuniform, der Mount Everest aus Sahne und eine sturzbetrunkene, sprechende Fliege notwendig, um das zu einem Happy End zu führen.

Textauszug:

Um 6:37 Uhr fiel ihm das Brot aus der Hand, als er gerade einen interessanten Artikel über die schrumpfenden Exportzahlen Kanadas las. Wie es die ehernen Gesetze der Gravitation und des Pechs vorschreiben, drehte sich die Marmeladenseite nach unten und landete mit einem leisen Schmatzen auf Ians linkem Hosenbein. Ian starrte einen Moment lang stumm auf das Unglück.
»Toll gemacht, Ian«, murmelte er schließlich und klopfte sich sarkastisch auf die Schulter. Privat duzte er sich, auch wenn er ein bisschen sauer auf sich war.
Ian legte die FAZ entgegen seinen Gewohnheiten ungefaltet in den Papiermüll und eilte ins Schlafzimmer, um den Zeitplan einzuhalten. Der Wechsel von Hose und passendem Jackett dauerte wenige Minuten, dafür wurde das Zähneputzen eingespart. Lieber als Ersatz ein Kaugummi auf dem Weg als Unpünktlichkeit, dachte Ian und merkte, wie sein Herzschlag sich beschleunigte.
Um 6:47 Uhr stieg er in seine schwarzen Lederschuhe mit den dünnen Schnürsenkeln und dem milden, rauen Geruch, den er so mochte. Zu den Dingen, die Ian Günter machte, wenn er alleine war, zählten: an seinen Schuhen riechen und sich hinterher dafür schämen. Wobei er nicht sagen konnte, vor wem.

 

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